Idee und Konzept

Was ist KiKS?

Den Kinder-Kultur-Sommer, kurz KiKS, gibt es seit 2007. Den Gründer:innen, die alle in der kulturpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aktiv sind, ging es darum, kulturellen Angeboten für und – vor allem – kulturellen Eigenproduktionen von Kindern und Jugendlichen einen öffentlichen Raum zu geben und sie sichtbarer zu machen.

Seither bietet KiKS den öffentlichen Rahmen für kinder- und jugendkulturelle Angebote und Aktivitäten, z. B. durch ein Festival und lange Zeit durch den Reiseführer. KiKS hat sich über die Jahre immer wieder etwas verändert, wie das könnt ihr in der KiKS-GESCHICHTE nachlesen. So ist KiKS heute ein einzigartiges Festival der Kinderkultur, das sich durch KiKS unterwegs auch in alle Münchner Bezirke erstreckt.

Das KiKS-Jahr startet immer im Januar mit dem öffentlichen Aufruf, um möglichst viele Partner:innen zu finden, die mit ihren Angeboten KiKS zum Leben erwecken. Auch der Veranstalter:innenkreis trägt mit eigenen Angeboten erheblich zum Gelingen bei und ist Ansprechpartner für alle, die mitmachen möchten. So entsteht gemeinsam mit über 100 Partner:innenorganisationen und weit mehr als 500 Kindern und Jugendlichen KiKS.

KiKS versteht sich auch als ein Netzwerk, in dem Akteur:innen der kulturellen Bildung zusammenkommen, um die gemeinsame Idee weiterzubringen: Die Bedeutung kultureller Praxis von Kindern und Jugendlichen in all ihren Facetten zu zeigen und lebendig zu machen!

Wofür steht KiKS?

Für und von Kindern: KiKS ist Kultur für alle, besonders aber für und mit Kindern und Jugendlichen. Wir möchten, dass ihre eigene Sicht zum Tragen kommt und sie gleichzeitig Neues entdecken können. Dabei wird immer das „gemeinsame Tun“ hervorgehoben. Wir betrachten Kinder und Jugendliche als Akteur:innen und Gestalter:innen ihres eigenen Aufwachsens. Sie stehen für uns im Mittelpunkt des Geschehens, mit ihren eigenständigen künstlerischen und kulturellen Ausdrucksmöglichkeiten.

Mit dem Begriff Kinderkultur wird betont, dass Kinder als eigenständig kulturell Handelnde im Zentrum aller kulturellen Bildungsprojekte bei KiKS stehen. Kinder haben eigene Konzepte von Wahrnehmung und Gestaltung ihrer Lebenswelten. Gleichzeitig und notwendigerweise beziehen sie sich aber auch auf die „Welt der Erwachsenen“ und experimentieren mit dem vorhandenen Repertoire an Ritualen, Formen, Rollen, Deutungsmustern und Dingen. Kinderkultur ist nicht (nur) „Kultur für Kinder“ sondern auch „Kultur mit Kindern“ und vor allem „Kultur der Kinder“.

Die KiKS-Partner:innen: KiKS zeigt eine einmalige Vielfalt von Orten und Gelegenheiten, an denen sich Kinder und Jugendliche selbsttätig und mit anderen zusammen kreativ, künstlerisch, spielend, lernend und erfahrend verknüpfen können. Die Partner:innen erwecken KiKS mit ihren vielfältigen Beiträgen zum Leben und bieten den Kindern und Jugendlichen das ganze Jahr über Möglichkeiten aktiv zu werden.

Das KiKS-Netzwerk: Die Veranstalter:innen bilden zusammen mit den Partner:innen das KiKS-Netzwerk. Ziel ist es, sich gegenseitig kennenzulernen, sich in der stetigen Weiterentwicklung zu begleiten, sich aufeinander zu beziehen, sich miteinander auszutauschen, sich zu vernetzen, vorhandene Erfahrungen und Kompetenzen zu bündeln und gemeinsam zu agieren. Eine wichtige Aufgabe ist außerdem, der Öffentlichkeit und der Politik den Wert kultureller Teilhabe und die Bedeutung von kultureller Kinder- und Jugendbildung zu vermitteln.

Dialog: Das KIKS-Netzwerk geht in einen Dialog, es befragt z. B. die strukturellen Bedingungen für kulturelle Betätigung von Kindern und Jugendlichen, etwa nach realen Handlungsspielräumen und potentiellen Möglichkeitsräumen, oder hebt die Bedeutung davon hervor, dass Kindern und Jugendlichen in allen Kulturprojekten Erfahrungen von Selbstorganisation, Eigensinn, Anderssein, Präsenz und Körperlichkeit, Zeitlichkeit, Raum und Materialität ermöglicht werden sollten. Auch nimmt es allgemeinere gesellschaftliche und bildungspolitische Entwicklungen in den Fokus. Neben dem Festival hat sich besonders die KiKS-Blende zur Aufgabe gemacht, diese und andere Themen zu kommunizieren. Dabei geht es nicht nur um einen fachlichen Austausch, sondern auch darum, für interessierte Menschen, seien es Pädagog:innen, Lehrer:innen, Eltern und viele mehr, neue Perspektiven aufzumachen.

DIE KiKS-GESCHICHTE

2007:
KiKS wird ins Leben gerufen. Der erste KiKS-Reiseführer erscheint und bietet einen Überblick über die kulturellen Angebote für Kinder und Jugendliche im Sommer. Das KiKS-Festival dauert zwei Wochen und präsentiert Kinder-Kulturprojekte aus Schulen, Kulturinstitutionen und Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, einzeln und einrichtungsübergreifend.

2008
Das KiKS-Netzwerk wird weiter ausgebaut: Der Schwerpunkt liegt auf der Veröffentlichung und Präsentation des KiKS-Reiseführers, dem Kinderkultur-Programmheft und dem Ausbau der Homepage. Statt eines Festivals gibt es in diesem Jahr eine Auftaktveranstaltung.

2009
Neben dem KiKS-Reiseführer findet dieses Mal wieder ein Festival statt. Erstmalig auf dem Gelände der Alten Messe und in der Alten Kongresshalle. Es beteiligten sich 126 Partner aus Jugendhilfe, Schule und Kultur mit insgesamt 270 Einzelveranstaltungen.

ab 2010
wechseln sich Auftaktveranstaltung und Festival ab. Der KiKS-Reiseführer erscheint weiter jährlich.

2017, 2018 und 2019
finden durchgehend Festivals statt.

2020
Aufgrund der COVID-19-Pandemie muss das KiKS-Festival ausfallen. Statt des Festivals werden, zusammen mit vielen Partner:innen, an über 80 Orten in der ganzen Stadt KiKS-Reiseführer, Spielmaterialien und Anregungen für eigene kulturelle Aktivitäten verteilt. Das hat vielleicht kein Festival ersetzt, aber es hat gezeigt: Es gibt überall Orte, an denen Kinderkultur passiert!

2021
heißt es „KiKS unterwegs … zum Festival“. Der Kinder-Kultur-Sommer findet auch in diesem Jahr zeitgleich an vielen Orten statt und wandert dann auf das Festivalgelände auf der Alten Messe. Und es erscheint der KiKS-Reiseführer, aber: zum letzten Mal!

2022
KiKS unterwegs und KiKS-Festival finden statt und der KiKS-Reiseführer wird eingestellt. Warum? Der Aufwand hatte sich, dank einer Mehrung und Ausdifferenzierung der Angebote auch digitaler Natur, über die letzten Jahre für die Redakteur:innen immer weiter erhöht und angesichts der Etablierung digitaler und filterbarer Plattformen auch nicht unbedingt gelohnt. Stattdessen entsteht die KiKS-Blende.

… bis heute hat KiKS die drei Bausteine: KiKS unterwegs, das KiKS-Festival und die KiKS-Blende.